Tuberöse Sklerose und Autismus

Tuberöse Sklerose und Autismus







Nein, ich bin kein Psychiater, geschweige denn ein Kinderpsychiater - eine in Österreich kaum vorhandene Spezies. Somit werden Sie hier keine lange Abhandlung über Autismus-Spektrum-Störungen finden.

Was ich hier aber veröffentlichen will, ist der Link zu einer hilfreichen Website, die sich mehr mit diesem Thema beschäftigt.

Als Vater zweier Kinder mit Tuberöser Sklerose blieb es mir nicht erspart, mich auch mit dem Thema Autismus zu beschäftigen, immerhin wird Patienten mit Tuberöser Sklerose nachgesagt, daß sie öfter "autistische Züge" hätten - eine Aussage, mit der ein Psychiater zwar nicht viel anfangen kann (entweder man hat Autismus oder nicht) -  aber Psychiater, die viel mit TSC-Patienten zu tun haben, verwenden genau diesen Ausdruck selbst (allerdings NUR in Verbindung mit TSC).
  
Somit suchte ich ein Hilfsmittel, das mir die Einschätzung, ob eine Veränderung in Richtung Autismus-Spektrum-Störung bei einem meiner Kinder vorläge, ermöglichen könnte. Und bei


Autismus-Kultur


wurde ich fündig.

Man kann dort zwischen Tests für Erwachsene (ab 16),

                                                               Jugendliche (12-15 Jahre),

                                                               Kinder (4-11 Jahre) und

                                                               Kleinkinder (18 Monate - 3 Jahre)  wählen.


Wichtig zu wissen ist dabei Folgendes:


1. Die Tests sind kostenlos und anonym.


2. Die Tests werden automatisch ausgewertet und direkt angezeigt.


3. Die Ergebnisse der Tests können nur einer ersten Einschätzung dienen.


4. Die Tests stellen KEINE Diagnosen.
         
5. Die Tests unterscheiden folglich NICHT zwischen verschiedenen Diagnose innerhalb         des Autismusspektrums.


6. Alle Tests wurden von Wissenschaftler(inne)n in Cambridge (Prof. Simon Baron-Cohen und seinem Team am Autism Research Center in Cambridge ) entwickelt und durch entsprechende Studien in Ihrer Aussagefähigkeit bestätigt.


Bleibt zu guter Letzt nur noch anzumerken, daß die Wahl des Tests natürlich nicht nach dem biologischen Alter (Geburtsjahr), sondern nach dem Entwicklungsalter der Testperson erfolgen muß.
Was, wie im Fall unserer Prinzessin, dann durchaus schwierig wird, weil sie trotz ihrer biologischen 6 Jahre bei manchen Dingen das Entwicklungsalter von 18 Monaten mehr schlecht als recht erreicht hatte.


Auf jeden Fall ein herzliches Dankeschön an alle, die diese Informationen ins Netz gestellt haben und leidgeprüften Eltern damit unter die Arme greifen. 

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